Guatiza

Guatiza ist ein emsiger Ort zwischen Guatiza und Mala auf Lanzarote. Obwohl das Dorf nur etwa 900 Einwohner zählt, helfen alle mit. Hier gibt es ein Meer aus Kakteen, deren Frucht die Feigen sind und geerntet werden wollen. Wohlstand brachte dem Ort sowie der ganzen Insel jedoch der rote Farbstoff der Cochenille-Schildlaus ein, ihre Larven liefern das begehrte Sekret das in alle Welt verschifft wird, zur Herstellung von Kosmetik oder um alkoholischen Getränken eine rote Farbe zu verleihen. Die Läuse sitzen auf den Kakteen, wobei die Muttertiere eher Schaden anrichten, weil sie die Pflanzen anfressen. Also nehmen die Bauern sie ab und sperren sie in einen Beutel. Für die Farbstoffproduktion werden ausschließlich ihre Nachkommen gesammelt.

Sie merken schon, in dem kleinen Dorf Guatiza, das zur Gemeinde Teguise gehört, ist ordentlich was los. Aber damit nicht genug. Es gibt ja auch noch den Kakteenpark „Jardín de Cactus“ am Rande des Ortes. Wo eh schon unzählige Stachelpflanzen stehen, kamen mit dem Bau des Parks noch mehr als 10.000 hinzu. Der auf Lanzarote allgegenwärtige Künstler César Manrique entwarf diesen Park und somit sollte es sein letztes Werk vor dem Tod sein. Tausende von Besuchern kommen jedes Jahr in diese wüstenartige Gegend um die mehr als 1400 Kaktusarten zu bestaunen.

Aber wenn Sie denken, nun sind die 900 Einwohner von Guatiza ausgelastet, weit gefehlt. Sie können noch mehr. Am Rand des Dorfes liegt eine der ältesten Salinen der Insel Lanzarote. Windkrafträder zum Antrieb und riesige Wasserbehälter lassen bereits von weitem erkennen dass es sich um die Meersalzgewinnung handelt. Und wenn die Bewohner etwas Freizeit in Guatiza haben, dann besuchen sie gern zu einem stillen Gebet ihre hübsche weiß gekalkte Kirche Santo Gusto oder pflegen ihre stolze Eukalyptusallee, die sich quer durch den Ort zieht. Weder Einheimischen noch Besuchern wir hier langweilig.